Über uns

 

"frohes Singen seit 1875"

Über den Gesangverein

Gesangverein „Frohsinn“ von 1875 Wakendorf II.

 

In Wakendorf hatten sich in den 70-er Jahren des 19. Jahrhunderts mehrere Männer zusammengefunden, die viel Spaß und Freude am Singen hatten. Nachdem sie

anfangswohl nur so gelegentlich zusammengekommen waren und ihre Liebhaberei

gepflegthatten, gründeten sie den Männergesangverein „Frohsinn“

Genaueres über den Gründungsakt wissen wir nicht. Als ältestes Dokument liegt

lediglich ein verändertes Statut des Vereins vom 19. Januar 1892 vor, das aber weder

Angaben über den Gründungstag noch über die Gründungsmitglieder enthält.

Zweifellosaber ist der Gesangverein wohl der erste und damit älteste Verein in der Gemeinde.

Über die Entwicklung des Vereins hat das langjährige Mitglied Hans Kröger († 2009), der

außerdem mehr als 31 Jahre dessen Vorsitzender war, die ’Vereensgeschichte in Riemels’

aufgeschrieben und 1998 anläßlich der Jahreshauptversammlung des Segeberger

Heimatvereins vorgetragen, die im folgenden wiedergegeben wird:

“Vereensgeschichte in Riemels, upschreben und vördragen vun Hans Kröger up de

Jahreshauptversammlung vun Heimatverein Segeberg in‘ Intermar (1998):

 

Üm den Vereen mal dortostellen

will ick uns Geschicht up platt vertellen.

1875 harn de Lüd mehr Tied to‘n singen as hüt,

dat gef keen Radio und keen Fernsehen,

und de Mannslüd hebt blot snakt und smökt,

wenn se tohoop mal keemen.

De Schoolmeister Peter Reuß und Mars Biehl de Timmermann

füngen mal so to singen an -

und dat hett de annern so good gefullen,

dat se ok mal mitsingen wullen,

und so dehn sik veele infinden,

üm den Gesangvereen „Frohsinn“ to gründen.

Mars Biehl den ersten Vereensvorsitz kreg

und Hans Harm de nie Vereensfahn drög.

Johann Johannsen föhr de Kass,

Klas Küper und Jochen Steenbock süngen in Baß,

Hinnerk Thies, Klas Steenbock, Discher Wöbke und Bade vun Spann,

dorto Hinnerk Kröger, Sattler Grefe und Möckelmann,

dat wär‘n de Gründer, - doch bald keemen mehr.

De Jungen keemen bi de Olen in de Lehr,

und de Schoolmeister Reuß, de Noten kunn,

Dienstagsabends den Taktstock schwung.

1900, mit 20 Mann, treden de dat 25ste Jubiläum an.

August Hachmann vun Braak, August Pagels de Schmitt,

Ferdinand Steenbock, Hannes Stoffers, de beiden Biehl Adolf und Hein,

Hannes Sternberg und Klas Wrage weern in Verein

und veele junge Sängers ok, de dat nah‘n Verein hintröck.

Als Dirigenten hebt meist Schoolmeisters fungiert

und de Sängers richtig dat Singen lehrt.

In de letzten Johren von 1800

Ferdinand Steenbock in den Vorstand keem,

und August Broders vun Peter Reuß den Taktstock öbernehm,

und de Mann, de wat up sik holen dünn,

göh damals nah‘n Gesangvereen rin.

Mang uns mang is keener mang,

de nicht mang uns mang gehört.

Dat wär de Wahlspruch all siet Johren;

de hölen all fast tosamen, een Gemeinschaft ingeschworen.

Dat Wort ‚Männer‘ dehn se vör den Gesangvereen schrieben,

denn se wullen ünner sik, ünner Männer blieben.

Frunslüd und ok keen jung Kerls wull man twischen sik hemm,

de müssen entweder up de Kinner passen oder erst mal wat upwiesen

können.

Nah‘n 1. Krieg sik wedder fünden,

de gern wedder harn tosamen sungen.

Na, und denn käm naher ok bald de Tied,

an de man nicht gern trüch denkt hüt,

und de Sängers, de sünst immer fast tosamen stöhn,

sik wegen de Politik in de Hoor kriegen dehn.

De dütsche Sängerbund kreg en NS vör sien Namen,

und een Sänger ist sogar mal in Brunhemd to‘n Singen kamen.

Een enzig mal het he sik trut,

denn schlöten se em von‘t Singen ut.

In Sängerbund wull man ok nicht blieben,

denn statt mit Sängergruß müssen se mit ‚Heil Hitler‘ ünnerschrieben.

Den tweeten groten Krieg öber wär‘t vun Singen nicht veel to hörn,

weil Dirigent und de meisten Sänger introken wär‘n.

Doch ok de schlimme Tied to End mal güng

und 1947 de Vereen wedder mit Singen anfüng.

1950 hebbt wi den 75sten Geburtstag fiert

mit 16 befründete Chöre, as sik dat gehört;

und alle Johren ob Freud‘ oder Truer in Dörp wär,

ümmer bröch de Chor sein Leder to Gehör.

Und liggers wär dor dat Nachwuchsproblem,

dat ümmer dütlicher to‘n Vörschien käm.

De Wahlspruch ‚Mang uns mang‘ wär lang passé,

wie wären damals froh, wenn öberhaupt een neen Sänger kommen deh.

1972 hett de Sängerbund uns beden,

wedder bi em intotreden.

Veele ole Sängers wull‘n dor nix vun weten,

denn se harn de 40er Johren noch nicht vergeten.

To‘n 100sten Geburtstag hett de Vereen noch mal n‘ Upschwung

nahmen,

denn öber 30 Sänger sind damals to Chorprof kamen.

Een grotes Sängerfest hebbt wi fiert,

und uns Bundespräsident hett mit de Zelterplakette gratuliert.

Hermann Ulrich, de uns vun 1929 dirigeer, wör 65 Johr old und wull

nie mehr.

46 Johr hett he uns dirigeert,

wi hebbt em dorför mit de Ehrendirigentschaft ehrt.

Nu müss een neen Chorleiter her,

wat gar nicht mal so eenfach wär.

Besonders vör de Ölleren wär dat bannig schwor,

denn ümstellen müss sik de ganze Chor.

Dat füng mit Atemöbung und Insingen an,

dat harrn se noch nie nicht dahn.

Een ganz harte Tied wär dat vör‘n Vereen,

wat‘n Wunner, dat ümmer weniger to‘n Singen kämen.

Dat Dörchschnittsöller wär över 60 Johr,

doe müss man sik wat infallen laten, dat is wohr.

Wat leg neger, als mit Damen tosamen to singen,

üm den Vereen wedder up de Been to bringen.

Und 1979 hebbt wi uns entschloten,

ok Frunslüd mitsingen to laten.

Nu dörfen de ok die Stimm mal ölen

Und nicht bloß de Mannslüd - wie se dat fröher hölen.

De Nam „Gesangverein Frohsinn“, de blev bestahn

und 1985 kunn wi uns 110 Johr fiern, mit uns nee Fahn.

Bald 25 Johr singt wi nu tosamen,

aber Klagen sind noch keene kamen.

Wi hebbt nu all den 2. weiblichen Dirigent,

dat is een Fru, worup wi uns vörlaten könnt,

de bringt uns bi den letzten Schliff.

(Dorbi stammt se ut uns eegen Reegen.

Barg Glück hebbt wi hat, dat wi de hebbt kregen.

De gift uns nu den Ton glieks an,

wi singt ‚Mein Schleswig-Holstein‘ und ‚Ick wull, wi wär‘n noch kleen

Johann‘,

und wenn de Leder hebbt gefullen,

wi gern noch uns ‚Heimaterd‘ singen wullen,

de Gertrud för uns komponeert

und de wie hüt to‘ ersten Mal upföhrt.

Und denn wünscht wi all tohoop

De Versammlung enen goden Verloop“) *

 

 

nächste Veranstaltungen

Wir proben wöchentlich

im Kulturzentrum an

der Sporthalle in Wakendorf 2

jeden Dienstag, 20:00 - 21:30Uhr

 

 

Kontakt

Gesangverein Frohsinn

1.Vorsitzende

Renate Krohn

Tel.: 04535/6926

info@gesangvereinfrohsinn.de